Vom Dom bis Klein Venedig, von St. Gangolf bis zum Gärtnermuseum: Unser historischer Rundgang führt dich direkt ab der Luitpoldstraße zu Fuß durch das UNESCO-Welterbe Bamberg – mit den großen Klassikern, Geheimtipps aus unserem Viertel und den Geschichten, die man sich in Bamberg erzählt.

Bamberg ist auf sieben Hügeln gebaut – genau wie Rom. Deshalb nennt man die Stadt auch das „Fränkische Rom“, und daher kommt auch unser Name: Sevenhills Appartements. Die Altstadt gehört seit 1993 zum UNESCO-Welterbe, und das Schönste daran: Du erreichst alles zu Fuß. Wir nehmen dich mit auf einen Rundgang direkt ab unserer Haustür – mit den großen Klassikern, ein paar Geheimtipps und den Geschichten, die man sich in Bamberg erzählt.
Strecke: ca. 5 km, reine Gehzeit gut 1 Stunde. Mit Besichtigungen und Einkehr wird ein schöner halber bis ganzer Tag daraus.
Theuerstadt · ca. 2 Minuten zu Fuß
Die erste Station liegt direkt um die Ecke – und kaum ein Tourist findet hierher. St. Gangolf wurde 1063 geweiht und ist damit die älteste Kirche Bambergs. Ihr Dachstuhl stammt aus dem Jahr 1185 und gehört zu den ältesten in ganz Bayern. Bei Restaurierungsarbeiten entdeckte man sogar romanische Wandmalereien – die ältesten bekannten Malereien dieser Epoche in Bamberg.
Mittelstraße 34 · ca. 6 Minuten zu Fuß
Hinter den Häusern unseres Viertels verstecken sich lange, schmale Gärten mitten in der Stadt. Die Bamberger Gärtnerstadt ist Teil des Welterbes, und die Gärtnertradition gehört seit 2014 zum immateriellen Kulturerbe. Um 1900 gab es hier über 500 Gärtnereien – und das Bamberger Süßholz war so berühmt, dass es sogar ins Stadtwappen kam.
Wie die Gärtner früher gelebt haben, erlebst du im Gärtner- und Häckermuseum: in einem echten Gärtnerhaus von 1767 mit Wohnstube, Stall und Werkzeugen, dahinter ein historischer Nutzgarten mit alten Gemüsesorten und Kräutern. Übrigens: „Häcker“ ist das fränkische Wort für Weinbauern – auch Wein wurde in Bamberg früher angebaut. Das Museum ist das einzige seiner Art in Süddeutschland, hat einen Audioguide (auch auf Englisch) und ist für Kinder geeignet.
Geöffnet April bis Anfang November, Dienstag bis Sonntag 11–17 Uhr.
Über die Kettenbrücke · ca. 13 Minuten zu Fuß
Über die Kettenbrücke geht es auf die Inselstadt. Am Grünen Markt steht der Neptunbrunnen – doch kein Bamberger nennt ihn so: Wegen seines Dreizacks heißt er einfach „Gabelmoo“, der Mann mit der Gabel. Seit 1698 steht er hier und ist bis heute der beliebteste Treffpunkt der Stadt.

Obere Brücke · ca. 3 Minuten zu Fuß
Das berühmteste Fotomotiv Bambergs. Die Legende erzählt, der Bischof habe den Bürgern keinen Grund für ein Rathaus geben wollen. Also rammten sie Pfähle in die Regnitz und bauten sich ihre eigene Insel. Tatsächlich fand man bei Arbeiten über 1.000 Eichenpfähle im Untergrund – Historiker halten die Geschichte trotzdem eher für eine Legende.
Schau genau hin: An der Fassade streckt ein gemalter Engel sein Bein dreidimensional aus der Wand heraus. Und dann ist da noch die Frauenfigur mit vier Brüsten: Man erzählt sich, der Maler habe damit den Bischof verspottet, weil der ihn nicht bezahlte. Wahrscheinlicher steht sie einfach für Fülle und Wohlstand.

Blick von der Unteren Brücke · ca. 1 Minute zu Fuß
Die bunten ehemaligen Fischerhäuser stehen direkt am Wasser, mit kleinen Gärten und Booten davor. Den schönsten Blick hast du von der Unteren Brücke oder von der Uferpromenade am Leinritt.
Dominikanerstraße 6 · ca. 2 Minuten zu Fuß
Kurz vor dem Aufstieg zum Domberg liegt die berühmteste Bierstube der Stadt. Hier wird das Bamberger Rauchbier gezapft – und das schmeckt tatsächlich ein bisschen nach Schinken. Probier es wenigstens einmal, am besten direkt vom Holzfass. Der Name geht auf einen früheren Braumeister zurück: Nach einem Unfall „schlenkerte“ er beim Gehen mit den Armen – und die Bamberger gaben ihm prompt diesen Spitznamen.
Domplatz · ca. 4 Minuten zu Fuß (bergauf)
Kaiser Heinrich II. gründete 1007 das Bistum Bamberg. Der heutige Dom mit seinen vier Türmen wurde 1237 geweiht. Drinnen warten gleich drei Geschichten:

Domplatz · ca. 2 Minuten zu Fuß
Direkt am Domplatz liegen die Alte Hofhaltung mit ihrem malerischen Innenhof und die Neue Residenz, in der einst die Fürstbischöfe residierten. Unser Tipp: Geh durch in den Rosengarten. Zwischen den Rosen hast du einen der schönsten Blicke über die Dächer Bambergs.
Ehemaliges Kloster St. Michael · ca. 7 Minuten zu Fuß (bergauf)
Lange war die Klosterkirche auf dem Michaelsberg eine Baustelle. Seit April 2026 ist sie nach 14 Jahren Sanierung endlich wieder geöffnet – aktuell freitags bis sonntags und an Feiertagen. Schau unbedingt nach oben: Die Decke ist als „Himmelsgarten“ mit 578 verschiedenen Heilkräutern und Blumen bemalt.
Und dann ist da noch das Grab des heiligen Otto: Unter seinem Sarkophag kann man durchschlüpfen – der Überlieferung nach soll das gegen Rückenschmerzen helfen. Von der Terrasse vor der Kirche hast du einen weiten Blick über die Stadt.
ca. 20–25 Minuten zu Fuß
Vom Michaelsberg geht es durch die Altstadt und über die Kettenbrücke zurück in die Luitpoldstraße – und dort wartet deine Ferienwohnung zum Beine-Hochlegen.
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